Kamairicha ist eine seltene japanische Grünteesorte, die auf „chinesische" Art verarbeitet wird – die Oxidation der Blätter wird nicht wie bei Sencha mit Dampf gestoppt, sondern mit Trockenhitze in einer Pfanne (Kama). Auch die Blattform erinnert eher an chinesische Tees als an Nadeln – kleine, leicht gewellte Locken. Das Ergebnis ist ein Tee mit wärmerem, runderem Charakter – ohne die klassische Grasigkeit japanischer Tees, dafür mit sanft gerösteten, süßlichen Noten.
Akino Kamairi stammt aus der Sommerernte. Bei Verkostungen sage ich oft, dass es theoretisch möglich ist, hochwertigen Grüntee aus der zweiten Ernte zu haben – ich bin ihm nur nie begegnet. Für Sencha gilt das bis heute. Bei Kamairicha ist das Unmögliche gerade Wirklichkeit geworden. Die perfekte Verarbeitung hat die Qualitäten des Blattes hervorgehoben und einen Tee entstehen lassen, den ich ohne Zögern als ausgezeichnete Wahl für einen wärmeren Grüntee empfehle – dazu noch in einer Preisklasse, die das Portemonnaie nicht übermäßig belastet.
Ideal für den täglichen Genuss, für Herbst- und Wintertage, als erster Schritt in die Welt des Kamairi.
Zubereitung
Ideal für die Kyusu-Kanne
250 ml / 6g
80 / 85 °C
60 Sek.
Verpackt in Japan in 50-g-Portionen, um die maximale Qualität zu erhalten.
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